DJ ots.CorporateNews: Adam Opel GmbH / Opel/Vauxhall CEO Nick Reilly stellt umfassenden ...
Frankfurt/Rüsselsheim (ots) -
- Opel investiert 11 Milliarden Euro bis 2014
- Positive Bewertung des Unternehmensplans durch die unabhängige
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Warth & Klein
- Zukunftsplan und offizieller Bürgschaftsantrag an Regierung
übermittelt
- Produktoffensive mit Design und Technologie für mehr Wachstum
- Schwerpunkt auf alternativen Antrieben, attraktiven Modellen und
Wachstumsmärkten
- Break-even im Jahr 2011, Profitabilität für 2012 erwartet
- 20 Prozent Kapazitätsreduzierung in Europa
Opel-Chef Nick Reilly hat heute einen umfassenden Plan zur
Zukunftssicherung des Unternehmens vorgestellt. Innerhalb der
nächsten fünf Jahre wird Opel/Vauxhall 11 Milliarden Euro
investieren, um 80 Prozent des Produktportfolios zu erneuern. Dabei
wird ein Schwerpunkt auf alternativen Antrieben liegen.
Gleichzeitig gab Reilly bekannt, dass der Bericht der
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Warth & Klein heute zusammen mit dem
Zukunftsplan an die Bundesregierung übermittelt wurde. Dazu gehört
auch ein formeller Antrag auf einen Kredit oder eine Bürgschaft.
"Wir freuen uns dass wir nun eine unabhängige Bestätigung für die
Tragfähigkeit unseres Plans haben. Dieser Plan zeigt einen klaren Weg
zu nachhaltiger Profitabilität", sagte Reilly. "Wir wissen jetzt, wie
die Reise in eine erfolgreiche Zukunft aussieht und werden gemeinsam
mit allen Partnern daran arbeiten, unser Ziel schnell zu erreichen."
Der Zukunftsplan sieht vor, 80 Prozent der
Opel/Vauxhall-Fahrzeugpalette bis 2012 zu erneuern. Das beinhaltet
acht wichtige Modelleinführungen im Jahr 2010, darunter Meriva,
Corsa, Movano und Astra Sports Tourer, sowie weitere vier im Jahr
2011. Besonders erwähnenswert ist dabei der Opel Ampera, ein
Elektrofahrzeug mit verlängerter Reichweite, das einzigartig in der
europäischen Automobilindustrie ist.
Darüber hinaus wird Opel/Vauxhall eine ganze Palette neuer
Produkte vorstellen, die auf umweltfreundlichen Technologien
basieren. Dazu gehören:
- Ein Investment von einer Milliarde Euro in innovative und
spritsparende Motoren-und Getriebetechnologie
- Ein weiteres Elektrofahrzeug mit verlängerter Reichweite,
zusätzlich zum Ampera
- Rein batteriebetriebene Elektrofahrzeuge in kleineren
Fahrzeugklassen
- Ausweitung der Angebotspalette für Fahrzeuge mit Gasantrieb (CNG
und LPG)
- Start/Stop-Technologie und Hubraumverkleinerung der Motoren
Zudem hat das Unternehmen seine Anstrengungen forciert, ein
Einstiegsmodell im Segment unterhalb des Corsa einzuführen und dem
Geschäft mit leichten Nutzfahrzeugen neuen Schub zu verleihen. In
mehreren Studien wird derzeit geprüft, wie man profitable
Exportprogramme für den Mittleren Osten und den Asien-Pazifik-Raum
umsetzen kann.
"Opel/Vauxhall hat eine klare Vision: Wir wollen ein führender
europäischer Hersteller sein, der dank eines starken Teams
attraktive, weltweit anerkannte Automobile von hervorragender
Qualität auf Basis deutscher Ingenieurskompetenz anbietet. Diese
Vision werden wir umsetzen, indem wir ein attraktives, erweitertes
Produktportfolio anbieten, das auf einer strategischen Offensive hin
zu alternativen Antriebstechnologien basiert", sagte Reilly.
Um diese Ziele zu erreichen, hat das Unternehmen seit November
intensiv an der Schärfung seines Markenbildes und seiner
Produkt-Grundsätze gearbeitet. Opel stellt sicher, dass die
Grundwerte der Marke in jedem zukünftigen Fahrzeug und im gesamten
Handeln des Unternehmens zum Ausdruck kommen. Für alle Produkte ist
das Internationale Technische Entwicklungszentrum (ITEZ) in
Rüsselsheim verantwortlich. Sollten Fahrzeuge auf einer anderswo
entwickelten Architektur basieren, werden die Projekte früh genug ins
ITEZ zurückgeführt um sicherzustellen, dass Sie den Grundwerten der
Marke entsprechen.
Investitionen in Höhe von 11 Milliarden Euro in den nächsten fünf
Jahren
Für die Umsetzung des Zukunftsplans besteht ein
Finanzierungsbedarf in Höhe von 3,3 Milliarden Euro, um den
Geschäftsbetrieb während der Restrukturierung aufrecht zu erhalten.
Das Unternehmen will in den nächsten fünf Jahren insgesamt 11
Milliarden Euro investieren.
Die Muttergesellschaft General Motors hat bereits mit 600
Millionen Dollar zum Finanzierungsplan beigetragen. Dieser Betrag ist
Teil des Finanzierungsbedarfs in Höhe von 3,3 Milliarden Euro.
Zusätzlich hat GM im Januar Vorauszahlungen in Höhe von 650 Millionen
Euro geleistet, um ausreichend Liquidität zu gewährleisten. Das
Unternehmen wird weiterhin mit den europäischen Regierungen darauf
hinarbeiten, die Finanzierung von rund 2,7 Milliarden Euro durch
Kredite oder Kreditbürgschaften sicherzustellen.
Die Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern über den Gesamtplan
dauern auf europäischer und nationaler Ebene an.
"Wir werden ein europäisches Unternehmen formen, das profitabel
ist und dauerhaft auf eigenen Füßen steht", sagte Reilly. "Damit
sichern wir unsere Produktionsbasis in Europa - und das ist gut für
Europa, für unsere Mitarbeiter und für unsere Kunden. Deshalb sind
wir davon überzeugt, dass der Plan von unseren Mitarbeitern
unterstützt wird."
Umfassende Restrukturierung beinhaltet die Reduzierung der
Produktionskapazität um 20 Prozent
Der Geschäftsplan sieht vor, dass Opel/Vauxhall den Break-even im
Jahr 2011 erreicht und ab 2012 profitabel ist. Unabhängige
Marktprognosen erwarten, dass in diesem Jahr 16,9 Millionen Fahrzeuge
in Europa verkauft werden. Das sind 25 Prozent weniger als in 2007.
Das Unternehmen erwartet nicht, dass der Markt in naher Zukunft zum
hohen Niveau früherer Jahre zurückkehren wird.
Deshalb wird Opel/Vauxhall seine Kapazität um rund 20 Prozent
reduzieren, um sich den derzeitigen und prognostizierten
Marktbedingungen anzupassen. Das macht einen Stellenabbau von 8.300
Arbeitsplätzen in Europa notwendig. Betroffen sind 1.300
Arbeitsplätze in der Verwaltung und 7.000 in der Produktion. Dies
beinhaltet auch die bereits bekanntgegebene Absicht, das Werk in
Antwerpen, Belgien, zu schließen.
Sobald die Kapazitätsreduzierung umgesetzt ist, wird das
Unternehmen seine Werke mit 112 Prozent Kapazitätsauslastung im
Zweischichtbetrieb und 87 Prozent Kapazitätsauslastung im
Dreischichtbetrieb fahren. Damit verfügt es zusammen mit weiteren
möglichen Maßnahmen über genügend Potenzial, um die Produktion zu
steigern sobald sich die Märkte erholen.
Das Unternehmen hat die früheren GM Europa-Managementstrukturen in
Zürich, Schweiz, aufgelöst und wird nun vom Opel-Stammsitz in
Rüsselsheim, Deutschland, geleitet.
Marktanteil bleibt stabil durch die erfolgreiche Markteinführung
neuer Fahrzeuge
Opel/Vauxhall ist mit Zuversicht ins Jahr 2010 gestartet. Der
Hersteller hat seinen Marktanteil in Westeuropa trotz des harten
Preiswettbewerbs im Jahr 2009 bei 7,59 Prozent stabil gehalten. Im
Heimatmarkt Deutschland hat Opel seinen Marktanteil gesteigert und
Platz zwei der Zulassungsstatistik zurückerobert, während Vauxhall in
Großbritannien seine Position als Nummer zwei gehalten hat. Die
Verkaufszahlen des Opel Insignia - im vergangenen Jahr "Auto des
Jahres" in Europa - schnellten auf 160.000 Einheiten in 2009. Der
Insignia ist Europas Nummer eins bei den Mittelklasselimousinen. Der
neue Astra hat schon vor seiner Markteinführung das prestigeträchtige
"Goldene Lenkrad" und einige weitere Preise gewonnen. Bislang liegen
über 75.000 Bestellungen für den Astra-Fünftürer vor.
Auch im Bereich Qualität wurde die positive Entwicklung bei Opel
von unabhängigen Organisationen bestätigt - beispielsweise hat die
DEKRA in ihrem Mängelreport 2010 dem Opel Corsa die niedrigste
Mängelquote aller Fahrzeuge im deutschen Markt bescheinigt.
Trotz eines Rückgangs des Produktionsvolumens um 16 Prozent konnte
das Unternehmen die Fertigungsstunden pro Fahrzeug um 4 Prozent
reduzieren, was die Leistungsfähigkeit unserer
Produktionsorganisation verdeutlicht. Opel/Vauxhall hat damit
erstmals die Marke von 20 Stunden/Fahrzeug unterschritten. Das ist
ein Meilenstein in der Automobilindustrie, der bislang nur von zwei
weiteren Herstellern erreicht wurde. "Die heutige Ankündigung
markiert den Anfang einer neuen Ära für Opel/Vauxhall. Es ist die
größte Erneuerung in der jüngsten Geschichte des Unternehmens", sagte
Nick Reilly.
Reilly weiter: "Wir haben jetzt alle notwendigen Zutaten für eine
erfolgreiche Zukunft: eine motivierte Belegschaft, eine neue
Unternehmenskultur, die dem Einzelnen mehr Verantwortung gibt, eine
auf innovativen und spritsparenden Technologien basierende
Produktoffensive sowie eine wettbewerbsfähige Kostenstruktur, die auf
konservativen Volumenprognosen basiert. Hinzu kommt ein engagiertes
Management-Team, das von Rüsselsheim aus das Unternehmen leitet und
auf die Unterstützung von vielen Menschen außerhalb des Unternehmens
zählen kann. Jetzt liegt es an uns zu beweisen, dass wir es schaffen
können. Ich bin davon überzeugt, dass es uns gelingt!"
Alle weiteren Informationen zum Opel-Zukunftsplan finden Sie unter
media.opel.de.
Originaltext: Adam Opel GmbH
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/59486
Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_59486.rss2
Pressekontakt:
Stefan Weinmann
Tel: + 49 (0) 6142 7 77339
Mobile: +49 (0) 175 228 9452
stefan.weinmann@de.opel.com
Ulrich Weber
Tel: +49 (0) 6142 7 72279
Mobile: +49 (0)160 9785 1410
ulrich.weber@de.opel.com
(END) Dow Jones Newswires
February 09, 2010 05:17 ET (10:17 GMT)